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Engagierte Wissenschaft

Die Arbeitsgruppe

Die Frage, inwieweit Wissenschaftler*innen sich in öffentliche Debatten einschalten sollen, wird auf ganz unterschiedliche Weise beantwortet. In Ländern wie Großbritannien etwa stellen Interaktionen mit der Öffentlichkeit ein Evaluationskriterium exzellenter Wissenschaft dar. Und auch hierzulande sehen einzelne Förderinstitutionen dialogische Kommunikationsformate zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit als Kriterium vor. Andernorts gilt derweil die Devise: „we don’t want to get political”, und engagierte öffentliche Interventionen von Wissenschaftler*innen werden als nicht vereinbar mit dem Ideal der „Desinteressiertheit“ (R. Merton) betrachtet. Offensichtlich gibt es eine Spannung zwischen dem öffentlichen Auftrag an die Wissenschaft, möglichst „objektive“ und „neutrale“ Erkenntnisse zu produzieren auf der einen, und der öffentlichen Artikulation von Positionen wissenschaftlicher Akteure auf der anderen Seite – und zwar selbst dann, wenn diese wissenschaftliche Erkenntnisse zur Grundlage haben.

 

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Diese Spannung kommt in jüngerer Zeit in Diskussionen um den „Impact“ von Wissenschaft, um eine effektive Wissenschaftskommunikation, um die wissenschaftliche Politik- und Wirtschaftsberatung, um Konstruktionen wissenschaftlicher Objektivität, aber auch um Expertenkulturen sowie mögliche Formen einer pluralen Wissenschaft immer stärker zum Tragen. Die AG Engagierte Wissenschaft tritt in eben dieses Spannungsfeld ein. Sie thematisiert (individuelle und institutionelle) Wissenschaftspraxen, Rollenverständnisse, Konflikte und Dilemmata und zielt auf einen disziplinübergreifenden Diskurs über die Frage: Was sind Prinzipien „guter“ engagierter Wissenschaft und wo liegen deren Grenzen?

 

 
 
 
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