Sprache

Welche Rolle spielt Sprache in den Wissenschaften und Künsten? Wofür wird sie gebraucht? Wann fordert sie zum Nach- und Umdenken heraus?

Das Bild zeigt eine Gruppe von orangefarbenen Lautsprechern, darunter ein einzelner blauer Lautsprecher, der deutlich aus dem Ensemble hervorsticht.
Foto: Eoneren auf iStock

Sprache spielt im wissenschaftlichen und künstlerischen Alltag eine tragende Rolle. Sie wird beim Schreiben von Aufsätzen und Büchern verwendet, beim Halten von Vorträgen und beim Diskutieren mit Kolleg*innen. Für Künstler*innen gehört das Sprechen über ihre Werke zur professionellen Kommunikation. Forscher*innen und Künstler*innen reflektieren ihren Gebrauch von Sprache, wenn sie anderen Menschen wissenschaftliche Sachverhalte oder die ästhetische Erfahrung von Kunstwerken zu vermitteln versuchen.

Nahaufnahme eines Smartphone-Bildschirms, auf dem eine Wörterbuch-App mit dem Titel "Dictionary: Definitions from Oxford Languages". Die Suchleiste zeigt das Wort "translation" mit seiner phonetischen Schreibweise "/trænzˈleɪʃən/". Darunter befinden sich Filterschaltflächen mit den Bezeichnungen "All", "Linguistics" und "Biology", über einer teilweise sichtbaren Definition.
Foto: Shutter Speed auf Unsplash (KI-bearbeitet)

2026

Workshop „The Language(s) of Academia“

Sprache ist ein wesentlicher Bestandteil jeder Forschung, doch ihre Bedeutung für akademisches Denken, Experimentieren und Schreiben wird selten berücksichtigt. In diesem Workshop geht es um ebendies: Language(s) of Academia. Die Teilnehmenden diskutieren ihre persönlichen Perspektiven auf die Frage, inwiefern Sprache für Wissenschaftler*innen wichtig ist, welche Sprachen in der eigenen Arbeit verwendet werden und wann und wie Übersetzungsprozesse das eigene Denken und die Kommunikation beeinflussen, verändern, behindern oder unterstützen. Auch soll diskutiert werden, ob sich die eigene Erfahrung mit akademischer Sprache von der früherer Generationen unterscheidet.

Im Präsenzworkshop im September widmen sich die Teilnehmenden von Jungen Akademien aus rund zwanzig Ländern diesen Fragen anhand von eigens im Vorfeld angefertigen, kurzen Übersetzungen ihrer eigenen wissenschaftlichen Arbeiten in die jeweilige Muttersprache. Ziel des Austauschs ist es, das Bewusstsein für die Herausforderungen und Potenziale von Mehrsprachigkeit in der Wissenschaft zu schärfen – ein charakteristisches Merkmal, das meist verborgen bleibt, obwohl viele Wissenschaftler*innen nicht in ihrer Muttersprache kommunizieren.

2025

Workshop „AG Sprache Meets the Editor“

Bei der Publikation in wissenschaftlichen Fachzeitschriften zeigt sich immer wieder, wie stark die sprachliche Gestaltung den Erfolg wissenschaftlicher Arbeiten beeinflusst – nicht nur im Peer Review, sondern auch in ihrer Sichtbarkeit und Rezeption innerhalb der Fachcommunity.

In diesem internen Workshop am 8. Oktober 2025 werden die Teilnehmer*innen gemeinsam mit einer professionellen („in-house“) Editorin eines Nature-Journals mit sozial- und/oder naturwissenschaftlicher Ausrichtung über Sprache als zentrales Element wissenschaftlicher Qualität und Wirkung diskutieren.

Acht Personen stehen in einem Raum mit Holzparkettboden nebeneinander und schauen in die Kamera. Sie tragen Freizeitkleidung - Pullover, Hemden, Jeans und Hosen. Hinter ihnen befindet sich eine weiße Wand mit Goldverzierungen, ein Marmorkamin und ein großer vergoldeter Spiegel.
Foto: Kulturstiftung Schloss Wiepersdorf

2025

Schreibwerkstatt „Unsichtbare Spracharbeit. Mehrsprachigkeit und Übersetzung in Wissenschaft und Kunst“

Vom 22. bis 27. September 2025 hat sich eine Gruppe von acht Mitgliedern der Jungen Akademie auf Schloss Wiepersdorf getroffen, um über die Rolle nachzudenken, die Sprache in der akademischen und künstlerischen Praxis spielt. Tagsüber arbeiteten die Teilnehmer*innen in konzentrierter Abgeschiedenheit an ihren eigenen Schreibprojekten, am späten Nachmittag kamen sie für Kurzvorträge und Diskussionen zum Thema „Mehrsprachigkeit und Übersetzung in Wissenschaft und Kunst“ zusammen. Es ging unter anderem um die Sprache(n) der Mathematik, um die Unterschiede von Schreibstilen in verschiedenen Disziplinen und um das Verhältnis von Kunstperformance und Sprache.

Mit dabei waren: David Labonte, Kathrin Wittler, Max Beyer, Maciej Chmara, Philip Schwartz, Radin Dardashti, Helen Ahner und Valeska Huber

2025

Tagung „Sprache und Rhetorik des Bundestagswahlkampfes 2025“

Mit Blick auf die Bundestagswahl 2025 veranstalteten Mitglieder der AG Sprache der Jungen Akademie mit der „AG Sprache in der Politik“ am 10. und 11. Februar 2025 in Berlin eine interdisziplinäre Tagung, die einerseits den Fokus auf Sprache und Rhetorik richtete, aber andererseits auch den gesellschaftlichen, politischen und medialen Kontext zum Thema bot.

Alumna Bettina Bock als Mitorganisatorin führte mit Deutschlandfunk Kultur im Vorfeld ein Interview.

2024

Workshop „Einfach schwierig? Komplexität und Einfachheit im wissenschaftlichen Sprachgebrauch“

Die AG Sprache der Jungen Akademie traf sich am 9. Oktober 2024 in München zu dem Workshop „Einfach schwierig?“, um über Komplexität und Einfachheit im wissenschaftlichen Sprachgebrauch zu reflektieren. Neben kurzen Mitgliedervorträgen und Diskussionen gab es einen Abendvortrag der Linguistin Dr. Franziska Wallner (Universität Leipzig).

Sprecher*innen

beteiligte Mitglieder

beteiligte Alumni / Alumnae

Aktivitäten