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Internationalisierung

Die Arbeitsgruppe

Was bedeutet Internationalisierung in der deutschen Wissenschaftslandschaft? Welche Auswirkungen hat Internationalisierung auf Forschungsinteressen, Themenwahl, Wissenschaftssprache, Veröffentlichungsverhalten, Doktorandenbetreuung, das Verhältnis zwischen Universitäten und Forschungsinstituten, Karrieremuster und nicht zuletzt auf den Erkenntnisprozess selbst? Wie äußern sich diese Veränderungen in den unterschiedlichen Disziplinen der Natur- Sozial- und Geisteswissenschaften?

Die AG Internationalisierung möchte diesen Fragen auf den Grund gehen und dabei nicht nur die gesellschaftlichen Voraussetzungen und Folgen institutioneller Reformen diskutieren, sondern vor allem hinterfragen, inwiefern Internationalisierung Denken und Erkenntnis in den Wissenschaften beeinflusst.

23.03.2019: Diskussion auf der Leipziger Buchmesse

Im Rahmen der AG Internationalisierung organisieren Jan Hennings und Sebastian Matzner eine Podiumsdiskussion zum Thema „Buchkulturen“. Gemeinsam mit den Gästen Michael Hagner (Professur für Wissenschaftsforschung, ETH Zürich), Miloš Vec (Professor für europäische Rechts- und Verfassungsgeschichte an der Universität Wien und Permanent Fellow am Institut für die Wissenschaften vom Menschen) und Glenn Most (Professor für Griechische Philologie an der Scuola Normale Superiore di Pisa, Visiting Professor am Committee on Social Thought an der University of Chicago und External Scientific Member des Max-Planck-Instituts für Wissenschaftsgeschichte in Berlin) diskutieren sie unter anderem, inwieweit die Globalisierung von Angebot und Sichtbarkeit wissenschaftlicher Verlage Veränderungen in den Wissenschaften bewirkt.

Wissenschaft ist zunehmend international ausgerichtet. Gleichwohl sind geistes- und sozialwissenschaftliche Publikationen stark an nationale akademische Institutionen, Wissenschaftssprachen und -traditionen gebunden. Dabei kommt der Monographie eine besondere Rolle zu. Wissenschaftlicher Erfolg wird oft an der Einschlägigkeit von Buchpublikationen gemessen. Außerdem ist das Buch ein zentraler Vermittler an der Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Gesellschaft. International unterscheiden sich die jeweiligen Publikationspraktiken allerdings erheblich – von Veröffentlichungsprozess, Peer-Review-Verfahren und Publikationsförderung, über Erwartungshaltungen an Lesbarkeit, Sprache, Stil und Leserschaft, bis hin zu Argumentationsstrukturen und Präsentationsweise wissenschaftlicher Erkenntnisse.

Im Zentrum der Diskussionsveranstaltung steht die Frage, inwieweit die Globalisierung von Angebot und Sichtbarkeit wissenschaftlicher Verlage Veränderungen in den Wissenschaften bewirken. Außerdem soll diskutiert werden, welchen Einfluss die Internationalisierung von Wissenschaft ihrerseits auf das Verlagswesen und die „Buchkulturen“ verschiedener Wissenschaftssysteme ausübt. Schließlich soll es um die Frage gehen, wie Forscherinnen und Forscher mit vermehrt international orientierten Karrieren die Unterschiede zwischen verschiedenen Publikationsformen und Sprachen in ihrem Wissenschaftsalltag erleben.

Leipziger Buchmesse

Eintrag im Veranstaltungskalender

Ausführliche Veranstaltungsbeschreibung

 
 
 
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