Workshop „Wissenschaft in der Debatte“

Veranstaltung

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07.10.23

Berlin

Veranstaltungszugang: Intern

Eine populäre Diagnose besagt, dass öffentliche Debatten heute polarisierter, hitziger und unversöhnlicher geführt werden als früher. Das soll für gesellschaftliche Großthemen wie die Covid-19-Pandemie, den Klimawandel oder den Überfall auf die Ukraine gelten, aber auch für kleinere und themenspezifischere Diskussionen wie um die Demonstrationen gegen das Kopftuchgesetz im Iran und die sich anschließende Protestwelle, den Antisemitismusskandal auf der documenta fifteen oder das Selbstbestimmungsgesetz.

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sind an vielen dieser Diskussion beteiligt. Sie werden als Expert*innen befragt oder bringen sich selbst in die Debatte ein. Während gerade im Zuge der Klimaforschung und der Covid-19-Pandemie die Rolle naturwissenschaftlicher und medizinischer Expertise in öffentlichen Debatten diskutiert wurde, wurde die Rolle der Geistes-, Gesellschafts- und Sozialwissenschaften weit weniger beleuchtet. Diese Fächer weisen aber Besonderheiten auf, etwa hinsichtlich der Herausbildung eines fachlichen Konsenses.

Der Workshop geht den Fragen nach, was fachliche Expertise in diesen Fächern zu politischen Debatten beitragen kann und wo ihre Grenzen liegen. Er beleuchtet zudem die Funktionen und Konsequenzen der Beteiligung von Wissenschaftler*innen an diesen Debatten: Führt die Beteiligung von Wissenschaft zu einer Entpolarisierung und Versachlichung oder trägt sie sogar zur Polarisierung bei? Mit welchen Reaktionen müssen die beteiligten Wissenschaftler*innen rechnen, sowohl aus der Öffentlichkeit als auch aus der Fachcommunity?

beteiligte Mitglieder

beteiligte Alumni / Alumnae

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      Leipzig