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Pro-Motion

Die Arbeitsgruppe

Die Promotion als Wegbereiter für eine akademische Laufbahn befindet sich im Umbruch. Doch was verändert sich genau und welche Reformen sind notwendig, damit die Promotion ihre strukturelle Rolle für eine innovative Entwicklung der Gesellschaft und der Wissenschaften behält? Welche Qualitätsstandards helfen, öffentlichen Debatten über wissenschaftliches Fehlverhalten und Plagiatsfälle angemessen zu begegnen?

Innerhalb der AG „Pro-Motion – Qualifikation im Wandel“ begleitet die Junge Akademie die aktuelle Diskussion über den Wandel der Promotion. Gleichzeitig möchte sie diesen durch eigene Beiträge und interdisziplinäre Perspektiven bereichern.

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Sind neue Promotionsformen, wie beispielsweise die Graduiertenschulen, die sich neben der direkten Betreuung durch Doktorvater oder -mutter zunehmend etablieren, adäquate Ansätze? Wie beeinflussen Betreuungssituation und formale Promotionsform die Karriereabsichten Promovierter sowie die Qualität der Promotion und welche Aussagen können diesbezüglich anhand der Benotung und der Promotionszeit getroffen werden? Gibt es Gemeinsamkeiten der unterschiedlichen Fächer und was können die Disziplinen voneinander lernen? Da die Promotion in einigen naturwissenschaftlichen Bereichen oft als der erste berufsqualifizierende Abschluss gilt, sollten nicht auch Fachhochschulen und andere außeruniversitäre Institutionen ein Promotionsrecht erhalten?

Die AG beschäftigt sich hierbei intensiv mit den hochschulpolitischen Fragestellungen (Qualitätssicherung, Betreuung, institutionelle Rahmenbedingungen) des Wandels der Promotion und greift wie auch mit den Traditionen der verschiedenen Fachdisziplinen und der verschieden Universitäten.
Neben den zuvor genannten Aspekten interessiert sich die AG Promotion auch für die künstlerischen Aspekte der Verleihung der Doktorwürde und der damit verbundenen, teilweise regional sehr unterschiedlichen, Traditionen. Ob Doktorhut, Doktorwagen oder das Ablegen von Blumen an städtischen Wahrzeichen, es gibt interessante Bräuche zu entdecken.

Referenzen:
Steffen Jaksztat, Gesche Brandt, Susanne de Vogel, Koja Briedis in Gekommen, um zu bleiben? Die Promotion als Wegbereiter wissenschaftlicher Karrieren, WSI-Mitteilungen, 5/2017, 321 – 329.
Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina, acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften, Union der deutschen Akademien der Wissenschaften (2017): Promotion im Umbruch. Halle (Saale).

2019: Online-Wettbewerb Promotionsrituale

Wie lässt sich die erfolgreiche Promotion feiern? Die AG Pro-Motion der Jungen Akademie suchte bekannte und unbekannte, existierende und visionäre Rituale, die den Abschluss dieser Phase der akademischen Laufbahn gebührend würdigen. Bis zum 30. Juni 2019 konnten Videos, Bilder, Texte oder auch ganz andere Formate eingereicht werden. Die Jury prämierte fünf Beiträge mit insgesamt 3.400 Euro. Alle Informationen zum Wettbewerb sind hier zu finden: promotionsrituale.diejungeakademie.de

Beitrag im Deutschlandfunk - Campus & Karriere (03.09.2019)

Die prämierten Beiträge

1. Platz: Säule der Weisheit
Foto- und Textbeitrag von Benjamin Bodirsky und Team (Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung)

2. Platz: Präsentier' uns deine Doktorarbeit!
Audiobeitrag von Thomas Triantafillou (privat)

3. Platz: Mit Zoten ins Doktoren-Dasein
Textbeitrag von Reinhard Franke (privat)

Sonderpreis „Der verlorene Doktorhut“
Comic von Katrin Schwaiger (privat)

Sonderpreis „Eine Familie feiert“

Videobeitrag von Jessica Sanfilippo-Schulz (privat)

Die Promotionsphase der akademischen Ausbildung ist oft geprägt von einer emotionalen Achterbahnfahrt. Absolviert man diese Zeit erfolgreich, so findet sie ihren Abschluss in der Verleihung eines Doktorgrads. Institutionell gefeiert wird die erfolgreiche Promotion im deutschen Hochschulsystem seit den 1960er Jahren jedoch nur selten. Stattdessen handelt es sich oft um einen reinen Verwaltungsakt, der beispielsweise lediglich darin besteht, die Promotionsurkunde im Sekretariat abzuholen. Parallel zu dieser offiziellen Ebene gibt es allerdings auch eine Reihe lokaler oder fächerspezifischer, informeller „Rituale“, die mit der erfolgreichen Promotion verbunden sind. Wenngleich solche Rituale zum inoffiziellen Teil der Promotion gehören, erinnern sich viele Promovierte eher an diesen Teil als an die eigentliche, meist am selben Tag stattfindende Promotionsprüfung oder an den Rahmen, in dem sie die entsprechende Urkunde erhalten haben. 

Umso bedauerlicher ist es, dass gerade diese informellen Rituale, die diesem Qualifikationsabschnitt eine persönliche Note verleihen und in der Erinnerung eine prominente Rolle einnehmen, immer weniger gelebt werden. Dem wollte die AG Pro-Motion der Jungen Akademie mit Unterstützung der Commerzbank-Stiftung entgegenwirken, indem sie unterschiedliche Arten sammelte, den Abschluss der Promotion zu feiern. Der Wettbewerb war offen für digitale Einreichungen (zum Beispiel Bilder, Videos oder Texte), die bestehende Rituale oder Ideen für neue Rituale vorstellen.

Die Commerzbank-Stiftung war bereits mit der Preisfrage „Who gets carried away by Europe“ (2014/2015) und dem Kurzfilm-Wettbewerb „be a better being“ (2016) an Projekten der Jungen Akademie beteiligt. Sie unterstützte den Kreativwettbewerb zu den Promotionsritualen finanziell.

Zur Website des Wettbewerbs
Zur Pressemitteilung
Zur Commerzbank-Stiftung

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