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Herbstplenum 2026

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Ein rechteckiger Besprechungsraum, in dem etwa 20 Personen an U-förmigen Tischen einander gegenüber sitzen; viele von ihnen arbeiten an Laptops und Notebooks, auf den Tischen stehen Wasserflaschen, vorne befindet sich ein Projektor, an der linken Wand sind drei hohe Fenster, durch die man die Gebäude draußen sehen kann, und an der rechten Wand hängen sechs gerahmte Architekturfotos.
Foto: privat
05.10.26

Für das Herbsplenum 2026 waren die Mitglieder der Jungen Akademie zu Gast am Institut für öffentliche Finanzen und Public Management der Universität Leipzig.

Intensive Tage in Leipzig liegen hinter den Mitgliedern der Jungen Akademie! Auf Einladung von Charlotte Bartels waren sie am 1. und 2. Oktober zum diesjährigen Herbstplenum am Institut für öffentliche Finanzen und Public Management der Universität Leipzig zu Gast.

Schon am Vortag ging es los: Im Workshop „Radikale Einfachheit“ der AG Sprache beschäftigten sich die Teilnehmer*innen mit Leichter Sprache. Sie probierten aus, wie weit sich wissenschaftliche Inhalte vereinfachen lassen – und erfuhren an ihren eigenen Texten, was dabei gut funktioniert und wo es Herausforderungen gibt.

Am Abend stand ein besonderer Programmpunkt auf dem Plan: die Filmpremiere von „I don’t want to set the world on fire“ in der Schaubühne Lindenfels. In dem Kurzfilm setzen sich Lea Luka Sikau und Senem Gökçe Oğultekin mit Klimaangst und der Frage auseinander, wie ein Umgang damit aussehen kann. Regie führte Valentina Parati.

Das Plenum startete am 1. Oktober mit einem virtuellen Einblick in die Welt der Wissenschaftsakademien. Prof. Dr. Christoph Markschies, Präsident der Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften und der Akademienunion, gab einen Überblick über Geschichte und Bedeutung der Akademien – und stellte zugleich die Besonderheiten der einzelnen Mitgliedsakademien vor.

Auch die Planung kommender Aktivitäten stand auf dem Programm. Nach der Haushaltsplanung ist die Finanzierung gesichert, nun geht es an die Umsetzung: In den nächsten Monaten beschäftigen sich Projekte unter anderem mit Tafelmusik, Wissensvermittlung und Offshore-Finanzen.
Einblicke in ganz unterschiedliche Forschungswelten boten die Mitgliedervorträge: Andrea Binder sprach über ihre Forschung zu Offshore-Finanzen. Kerstin Maria Pahl nahm die Zuhörer*innen mit zu Schlachtfeldhyänen und der Frage, welche Formen von Gewalt im Krieg als legitim galten. Weihan Li gab Einblicke in die Batterieforschung, und Dominika Wylezalek bot eine Reise zu Schwarzen Löchern und dem kosmischen Spinnennetz. Ein Institutsrundgang mit überraschenden Einblicken in die Geschichte der Universität Leipzig rundete den Tag ab.

Am zweiten Plenumstag wurde intensiv diskutiert: Es ging um Wissenschaftsfreiheit, den Umgang mit erstarkenden rechtsextremen Kräften und die Frage, wo das Wissenschaftssystem vor Herausforderungen steht – und wie sich diese angehen lassen.

Die Tage in Leipzig zeigten deutlich: Der persönliche Austausch abseits digitaler Formate bleibt ein wichtiger Teil der Zusammenarbeit. Das nächste Plenum ist schon in Planung – im März geht es in Stuttgart weiter!

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