Aufgaben und Arbeitsformen

Gegründet aus der Überzeugung heraus, dass der wissenschaftliche Nachwuchs hierzulande meist wenig Möglichkeiten hat, sich frei zu entfalten und das Wissenschaftssystem mitzugestalten, verfolgt die Junge Akademie vorrangig zwei Aufgaben:

  • die Pflege des wissenschaftlichen, insbesondere interdisziplinären Diskurses unter herausragenden Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern sowie
  • die Förderung von Initiativen an den Schnittstellen von Wissenschaft und Gesellschaft.

Dazu verfügt jedes der Mitglieder, die für fünf Jahre gewählt werden, über ein einmaliges Forschungsbudget von ca. 30.000 EUR für gemeinsame wissenschaftliche Projekte.

In der Wahl ihrer Arbeitsformen ist die Junge Akademie frei. Die Mitglieder treffen sich regelmäßig in verschiedenen Arbeitsgruppen und dreimal jährlich im Plenum, um sich über ihre aktuellen Forschungsvorhaben auszutauschen und gemeinsame Projekte und Publikationen zu beschließen.

Gremien und Geschäftsstelle

In seiner Frühjahrssitzung wählt das Plenum das Präsidium und dessen Vorsitzenden: die Sprecherin oder den Sprecher der Jungen Akademie. Die Amtszeit des Präsidiums beginnt nach der jährlichen Festveranstaltung im Sommer und dauert ein Jahr.

Inhaltlich begleitet wird die Arbeit vom Rat der Jungen Akademie. Für praktische Unterstützung bei Projekten sowie alle Verwaltungs- und Organisationsaufgaben im Hintergrund ist die Geschäftsstelle in Berlin zuständig.

Institutionelle Einbindung und Finanzierung 
Die Junge Akademie steht in der Trägerschaft der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften (BBAW) und der Akademie der Naturforscher Leopoldina. Während der ersten zehn Jahre ihres Bestehens war sie als Projekt bei der BBAW angesiedelt; finanziert wurde sie durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) sowie bis 2005 durch die VolkswagenStiftung.

Seit 2011 ist die Junge Akademie institutionalisiert und administrativ dauerhaft im Haushalt der Leopoldina verankert (siehe auch Geschichte). Finanziell getragen wird die Junge Akademie heute zu 90 Prozent vom BMBF; jeweils fünf Prozent der Zuwendungen kommen vom Land Sachsen-Anhalt bzw. der BBAW.

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