06.08.2014

‘Who Gets Carried Away by Europe?’

Sieben europäische Junge Akademien haben bei der Festveranstaltung der Jungen Akademie in Berlin am 28. Juni 2014 ihre erste gemeinsame Preisfrage verkündet

Europa vereint und trennt. Es lässt uns träumen, aber es zieht auch Grenzen. Zu welchen Dynamiken führt europäische Integration?

Wen zieht Europa an; wen nimmt es mit sich und wohin führt es uns? Baut europäische Integration Gemeinschaft auf oder führt sie zu Ausgrenzung?

Mit dieser Preisfrage wollen die Jungen Akademien mehrerer europäischer Länder die Dynamik Europas ergründen sowohl im Hinblick auf die Prozesse, die hinter dem Projekt Europa stehen, als auch auf die Menschen, die von ihnen beeinflusst werden. Antworten können sämtliche Formen annehmen, von akademischen oder literarischen Beiträgen bis hin zu künstlerischen, audiovisuellen und musikalischen Einsendungen (sofern sie in einem Text erläutert werden).

Die Preisfrage ist offen für alle. Beiträge können auf Dänisch, Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch, Niederländisch, Polnisch, Schwedisch oder Spanisch eingereicht werden.

Der Einsendeschluss ist der 1. Dezember 2014.

Mehr Informationen unter: www.AQuestionForEurope.eu

 

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Der gegenwärtige Diskurs über Europa steht im Zeichen der Krise: der Wirtschafts- und Finanzkrise, aus der in weiten Teilen des Kontinents auch eine soziale und politische Krise geworden ist; einer Krise der europäischen Institutionen, die in der Öffentlichkeit viel Vertrauen verloren haben; nicht zuletzt aber auch einer Krise der die Nachkriegsgeneration bewegenden Vision einer immer engeren Union der Völker Europas.

Und doch verbinden wir mit Europa große Hoffnungen, sehen Chancen durch fortschreitende Integration und erkennen, dass drängende Probleme nicht allein im nationalstaatlichen Rahmen gelöst werden können. Dieses Spannungsverhältnis steht im Zentrum der Preisfrage ‚Who gets carried away by Europe?‘, mit der sieben europäische Junge Akademien sich im Europawahljahr 2014 an die Öffentlichkeit wenden. Neben der deutschen Jungen Akademie sind die Jungen Akademien Belgiens (Flandern), Dänemarks, der Niederlande, Polens, Schottlands und Schwedens sowie Nachwuchswissenschaftler/innen aus Frankreich, Italien und Spanien beteiligt.

Unter den Beiträgen aus den beteiligten Ländern bzw. in den dort gesprochenen Sprachen treffen die jeweiligen Jungen Akademien und assoziierten Wissenschaftler/innen eine Vorauswahl und bringen die besten Einsendungen in eine gemeinsame Auswahlsitzung ein. Der erste Preis ist mit EUR 5.000 dotiert, für den zweiten und dritten Preis sind EUR 3.000 bzw. 2.000 ausgelobt. Darüber hinaus werden die Gewinner/innen zur Preisverleihung im Juni 2015 nach Berlin eingeladen. Anschließend sollen  die besten Einsendungen sowohl online als auch in gedruckter Form veröffentlicht werden.

 

Beteiligte Junge Akademien

Belgien (Flandern): Jonge Academie (Noël Salazar)

Dänemark: Det Unge Akademi (Rebecca Adler-Nissen)

Deutschland: Die Junge Akademie (Moritz Schularick)

Niederlande: De Jonge Akademie (Antoine Buyse)

Polen: Akademia Młodych Uczonych (Jakub Fichna)

Schottland: The RSE Young Academy of Scotland (Stefan Hild)

Schweden: Sveriges Unga Akademi (Mia Lindskog)

 

Assoziierte Teilnehmer/innen

Frankreich: Cornelia Woll, SciencesPo, Paris

Italien: Marco Pautasso, Parma, Voice of Researchers

Spanien: Francisco Javier Moreno Fuentes, Instituto de Políticas y Bienes Públicos, Madrid

 

 

Ansprechpartner:

Dr. Manuel Tröster, Geschäftsstelle der Jungen Akademie

troester@diejungeakademie.de; Tel. ++49 (0)30 20370565

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