11.06.2017

Neue Mitglieder bereichern die Junge Akademie

Fünfzig Mitglieder zählt die Junge Akademie. Am 10. Juni 2017 wurden zehn neue exzellente junge Wissenschaftler*innen in die Akademie für den wissenschaftlichen Nachwuchs aufgenommen | Neues Präsidium beginnt einjährige Amtszeit

Die Junge Akademie hat im Rahmen ihrer Festveranstaltung am 10. Juni 2017 in Berlin zehn neue Mitglieder begrüßt. Sie kommen aus verschiedenen Fachrichtungen, von Chemie bis Kunstgeschichte. Unter den herausragenden jungen Wissenschaftler*innen sind – um nur einige zu nennen – eine Sinologin, eine Philosophin, ein Chemiker und ein Psychologe.

Wolfram Pernice, Präsidiumsmitglied und Vorsitzender der Zuwahlkommission, sagt zur gelungenen Auswahl: „Uns lagen hervorragende Bewerbungen vor und der Kommission wurde die Wahl der neuen Mitglieder nicht leicht gemacht.“ Nun freut sich Pernice – wie auch die anderen Mitglieder der Jungen Akademie – auf die interdisziplinäre Zusammenarbeit mit den neuen Mitgliedern.

Während ihrer fünfjährigen Akademie-Mitgliedschaft werden die neu aufgenommenen Mitglieder im Austausch mit den anderen 40 Mitgliedern interdisziplinär forschen, sich in Arbeitsgruppen mit Themen wie „Internationalisierung“, „Kunst als Forschung“ oder „Visualisierung“ auseinandersetzen und sich an der Schnittstelle von Wissenschaft und Gesellschaft engagieren. Ein erstes konkretes Projekt, in welches die neuen Mitglieder Gelegenheit haben werden, sich einzubringen, ist die Podiumsdiskussion „Wissenschaft wohin? Perspektiven für Forschung und Lehre in Deutschland“ der AG Wissenschaftspolitik am 21. Juni 2017 in Berlin.

Die neu aufgenommenen Mitglieder der Jungen Akademie sind:

Anna Lisa Ahlers, Moderne Chinastudien/Sinologie, Jg. 1982,
University of Oslo, Department of Culture Studies and Oriental Languages (IKOS)

Michael Bies, Neuere Deutsche Literatur, Jg. 1979,
Freie Universität Berlin, Peter-Szondi-Institut für Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft

Eva Buddeberg, Philosophie, Jg. 1975,
Goethe Universität Frankfurt am Main, Fachbereich Gesellschaftswissenschaften | Institut für Politikwissenschaften

Martin Dresler, Kognitive Neurowissenschaft, Jg. 1975,
Radboud University Medical Centre Nijmegen, Donders Institute for Brain, Cognition and Behaviour

Nausikaä El-Mecky, Kunstgeschichte, Jg. 1983,
Universität Heidelberg | Heidelberg School of Education (HSE)

Lena Hipp, Soziologie, Jg. 1977,
Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB),

Robert Kretschmer, Anorganische Chemie, Jg. 1984,
Universität Regensburg, Institut für Anorganische Chemie

Sebastian Matzner, Klassische Philologie und Vergleichende Literaturwissenschaft, Jg. 1982,
King´s College London, Department of Comparative Literature

Frauke Rostalski, Rechtswissenschaft, Jg. 1985,
Philipps-Universität Marburg, Fachbereich Rechtswissenschaften

Marco F.H. Schmidt, Psychologie, Jg. 1980,
Ludwig-Maximilians-Universität München, Fakultät für Psychologie und Pädagogik

Die Junge Akademie zählt 50 Mitglieder. Voraussetzung für die Mitgliedschaft ist eine exzellente Promotion und mindestens eine weitere hervorragende Publikation oder ein herausragendes künstlerisches Werk. Die Wahl ist in der Regel auf den deutschsprachigen Raum begrenzt. Jährlich scheiden zehn ihrer Mitglieder aus und zehn werden neu hinzugewählt. Die Zuwahl erfolgt im Wechsel durch die Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften (BBAW) und die Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina einerseits und durch die Junge Akademie andererseits. Die Mitgliederzuwahl für das Jahr 2017/18 erfolgte im Frühjahr durch die Junge Akademie. Die nächste Zuwahl durch die Elternakademien findet im Frühjahr 2018 statt.

Weitere Informationen hier.

 

Neues Präsidium beginnt einjährige Amtszeit

Das neue Präsidium der Jungen Akademie hat im Zuge der Festveranstaltung seine einjährige Amtszeit begonnen.

Dem Präsidium gehören an:

die Musikwissenschaftlerin und Klangkünstlerin Miriam Akkermann (Universität Bayreuth), der Historiker Christoph Lundgreen (Technische Universität Dresden), der Physiker und Elektrotechniker Wolfram Pernice (Westfälische Wilhelms-Universität Münster), der Mathematiker und Statistiker Jonas Peters (University of Copenhagen), sowie die Psychologin Jule Specht (Humboldt Universität zu Berlin).

Die neue Sprecherin der Jungen Akademie ist Jule Specht.

 

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Die Junge Akademie
wurde im Jahr 2000 als weltweit erste Akademie für herausragende junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ins Leben gerufen. Ihre Mitglieder stammen aus allen wissenschaftlichen Disziplinen sowie aus dem künstlerischen Bereich – sie loten Potenzial und Grenzen interdisziplinärer Arbeit in immer neuen Projekten aus, wollen Wissenschaft und Gesellschaft ins Gespräch miteinander und neue Impulse in die wissenschaftspolitische Diskussion bringen.

Die Junge Akademie wird gemeinsam von der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften (BBAW) und der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina getragen. Sitz der Geschäftsstelle ist Berlin.

Kontakt     
Anja Spiller | Tel.: (030) 203 70-453 | presse@diejungeakademie.de

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