17.03.2017

Kunst und Wissenschaft – drei Monate sorgenfrei

Projekt Sorgenfrei 1 der AG Kunst als Forschung der Jungen Akademie und der Schwankhalle Bremen startet mit erster Aktion | Zwischen März und Juni 2017 künstlerisch-wissenschaftliche Zwischen-nutzung eines ehemaligen Wohnhauses auf dem Gelände des Klinikums Bremen Mitte | Kurzfristige Ankündigung von Aktionen

Sorgenfrei ist eine kleine, ruhige Straße mit nahezu dörflichem Charakter im Hulsberg-Viertel. Ihr Name zeugt davon, dass Familien hier Eigentumshäuser erwerben und somit sorgenfrei leben konnten. In der Nachbarschaft finden sich je nach Blickrichtung die Straße Am Schwarzen Meer beziehungsweise eine Grünfläche auf dem Gelände des Klinikum Bremen Mitte.

An einem Ende der Straße steht das Haus mit der Hausnummer 1, das bis vor wenigen Jahren von Angestellten des Klinikums bewohnt wurde. Es umfasst rund 13 Zimmer auf vier Etagen und trägt noch die Spuren der letzten Bewohner*innen wie etwa eine umfangreiche Bierdeckelsammlung. Hier werden zwischen März und Juni zahlreiche Interventionen von Künstler*innen und Wissenschaftler*innen rund um den facettenreichen Begriff der Sorge stattfinden.

Ihre ein- bis vierwöchigen Recherchen befassen sich nicht nur mit dem Wechselverhältnis von Mensch und Raum oder Vergangenheit und Zukunft angesichts eines Stadtviertels im Umbruch. Anknüpfungspunkte bilden vor allem die mit dem Gebäude und Gelände verbundenen Erinnerungen, Bedeutungen und Utopien. Jede Recherche mündet in eine oder mehrere öffentliche Präsentationen, die jeweils kurzfristig angekündigt werden.

Den Auftakt machen am Freitag, 24. März 2017, ab 19 Uhr, eine 12-stündige Andacht der fiktiven Glaubensgemeinschaft „Church of the Hand“. Am Samstag, 25. März 2017, 19 Uhr, präsentiert die Bremer Figurenspielerin Johanna Pätzold „Geschichten aus alter Zeit mit moderner Technik“ für Kinder ab 9 Jahren und Erwachsene. Im Anschluss gibt es um 20 Uhr Gelegenheit zum Austausch mit den beteiligten Künstler*innen.

Sorgenfrei 1 wurde initiiert von der Grundstücksentwicklung Klinikum Bremen-Mitte GmbH & Co KG und findet in Kooperation mit dem Klinikum Bremen Mitte statt. Projektträger sind die Schwankhalle Bremen und die AG Kunst als Forschung der Jungen Akademie. Eine Hälfte der Aufträge für die ortsspezifischen Interventionen wurde direkt von der Schwankhalle an Bremer Künstler*innen vergeben. Die andere Hälfte wurde im Rahmen einer internationalen Ausschreibung von einer Fachjury ausgewählt, die aus den Reihen der Jungen Akademie, der Schwankhalle, des Klinikums Bremen Mitte und der Anwohner*innen von Sorgenfrei besetzt war.

Auf der Seite der AG Kunst als Foschung sind die einzelnen Projekte für den Zeitraum März – Juni 2017 im Detail aufgelistet.

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Die Junge Akademie wurde im Jahr 2000 als weltweit erste Akademie für herausragende junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ins Leben gerufen. Ihre Mitglieder stammen aus allen wissenschaftlichen Disziplinen sowie aus dem künstlerischen Bereich – sie loten Potenzial und Grenzen interdisziplinärer Arbeit in immer neuen Projekten aus, wollen Wissenschaft und Gesellschaft ins Gespräch miteinander und neue Impulse in die wissenschaftspolitische Diskussion bringen. Die Junge Akademie wird gemeinsam von der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften (BBAW) und der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina getragen. Sitz der Geschäftsstelle ist Berlin. 

Kontakt:

Die Junge Akademie
Anja Spiller | Tel.: (030) 203 70-453 | presse@diejungeakademie.de

Schwankhalle
Talea Schuré | Tel.: (0421) 520 80-740 | schure@schwankhalle.de | Schwankhalle, Buntentorsteinweg 112, 28201 Bremen

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