12.11.2012

Europas Wissenschaft muss wettbewerbsfähig bleiben

Die Jungen Akademien Schwedens, Dänemarks, der Niederlande und Deutschlands wenden sich dagegen, das Budget des Europäischen Forschungsrats (European Research Council, ERC) zu beschneiden

Angesichts des bevorstehenden EU-Sondergipfels am 22. November in Brüssel warnen Sveriges Unga Akademie (Schweden), Det Unge Akademi (Dänemark), De Jonge Akademie (Niederlande) und Die Junge Akademie (Deutschland) davor, die Mittel für den Europäischen Forschungsrat (ERC) zu kürzen. Die jungen europäischen Wissenschaftler betonen, dass der ERC dem wissenschaftlichen Nachwuchs in der EU bislang nie dagewesene Chancen eröffnet habe. Damit trage er maßgeblich dazu bei, Standards für Exzellenz zu setzen. 

Der ERC nimmt nur einen geringen Teil des Budgets ein, das der Europäischen Kommission für Forschung und Entwicklung zur Verfügung steht. An dieser Stelle Kosten zu senken, in einer Zeit, in der es über die Notwendigkeit der Qualifizierung des wissenschaftlichen Nachwuchses einen breiten politischen Konsens gebe, ist aus Sicht der jungen Wissenschaftler ein Signal in die falsche Richtung. 

Zu den Jungen Akademien:


Ansprechpartnerin:
Monika Appmann, Geschäftsstelle der Jungen Akademie,
E-Mail: appmann@diejungeakademie.de, Tel. 030 / 20370-565.


Die Junge Akademie wurde im Jahr 2000 als gemeinsames Projekt der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften (BBAW) und der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina gegründet. Sie ist weltweit die erste Akademie des wissenschaftlichen Nachwuchses.

Die beiden vorrangigen Aufgaben der Jungen Akademie liegen in der Pflege des wissenschaftlichen, insbesondere interdisziplinären Diskurses unter herausragenden Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern und in der Förderung von Initiativen an den Schnittstellen von Wissenschaft und Gesellschaft.

In den ersten zehn Jahren wurde die Junge Akademie durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung sowie – bis 2005 – durch die VolkswagenStiftung finanziert, als Projekt angesiedelt bei der BBAW. Seit 2011 ist sie institutionalisiert und dauerhaft im Haushalt der Leopoldina verankert; die Zuwendungen kommen zu 80% vom Bundesministerium für Bildung und Forschung sowie jeweils zu 10% vom Land Sachsen-Anhalt bzw. den Ländern Berlin und Brandenburg.

Die Junge Akademie wird von den beiden Mutterakademien BBAW und Leopoldina getragen. Sitz der Geschäftsstelle ist Berlin.

 

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