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23.10.2018

Eine Einladung zur Freiheit

Von A wie Ambivalenztoleranz bis Z wie Zusammenspiel: Ausgabe 25 des Junge Akademie Magazins behandelt das Thema Wissenschaftsfreiheit

Die 25. Ausgabe des Junge Akademie Magazins widmet sich auf 56 Seiten dem Thema Wissenschaftsfreiheit. Das Redaktionsteam versteht die Publikation als Einladung, sich mit einem Thema zu beschäftigen, das für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler von großer Bedeutung ist, gleichzeitig aber auch schwierig zu definieren ist.

„Die akademische Freiheit in Lehre und Forschung ist weltweit unter Beschuss. Forschungszweige werden als bloße Ansichten denunziert und aus politischen Gründen bekämpft. Universitäten sehen sich ökonomischen Kürzungen oder Restriktionen ausgesetzt, wenn sie politischen Opportunitäten nicht genügen. Im Westen geschieht dies punktuell und nur ansatzweise; global gesehen ist Zensur fast die Norm“, erläutern die Musikwissenschaftlerin Miriam Akkermann und der Literaturwissenschaftler Caspar Battegay die Bedeutung des Themas. „Neben der inhaltlichen Schwerpunktsetzung haben wir uns auch in der Gestaltung des Magazins mehr Freiheit als bisher genommen“, ergänzen sie.

Die Autorinnen und Autoren setzen sich in ihren Texten und Interviews mit der Bedeutung der Wissenschaftsfreiheit in ihren eigenen Fachrichtungen auseinander. Aber auch Fragen der Vereinbarkeit von Wissenschaft, Politik und Aktivismus oder der Aufruf zu mehr Muße sind Thema der aktuellen Ausgabe. Die Rechtswissenschaftlerin Anuscheh Farahat und der Astrophysiker Fabian Schmidt, deren im Juli veröffentlichte Kurzfilme sich mit dem freien Arbeiten in der Wissenschaft beschäftigen, behandeln in ihren Texten kritische Trends in der Wissenschaftsförderung beziehungsweise organisatorische Rahmenbedingungen wie Reisefreiheit. Der Historiker an der Central European University (CEU) in Budapest Jan Hennings diskutiert mit einem Politikwissenschaftler und einem Verfassungsrechtler unter anderem die Frage, wie politisch Wissenschaft sein muss, damit sie frei bleibt.

Auch in Zeiten der Politisierung von Wissenschaft ist die Aufrechterhaltung des wissenschaftlichen Alltags von Bedeutung. Vor diesem Hintergrund veranstaltet die Junge Akademie ihr jährliches Herbstplenum dieses Jahr Ende Oktober an der CEU in Budapest. In diesem Rahmen wird sie auch den Austausch mit der Ungarischen Akademie der Wissenschaften und ihrem Präsidenten László Lovász suchen.

Die vollständige Ausgabe des Junge Akademie Magazins zum Thema Wissenschaftsfreiheit kann hier  heruntergeladen werden. Gedruckte Exemplare können über die Geschäftsstelle der Jungen Akademie bezogen werden. Alle Informationen zum Junge Akademie Magazin sind unter www.magazin.diejungeakademie.de zu finden.

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Die Junge Akademie wurde im Jahr 2000 als weltweit erste Akademie für herausragende junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ins Leben gerufen. Ihre Mitglieder stammen aus allen wissenschaftlichen Disziplinen sowie aus dem künstlerischen Bereich – sie loten Potenzial und Grenzen interdisziplinärer Arbeit in immer neuen Projekten aus, wollen Wissenschaft und Gesellschaft ins Gespräch miteinander und neue Impulse in die wissenschaftspolitische Diskussion bringen. Die Junge Akademie wird gemeinsam von der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften (BBAW) und der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina getragen. Sitz der Geschäftsstelle ist Berlin.

Kontakt 
Die Junge Akademie
Anne Rohloff
Tel.: 030-203 70-563
presse@diejungeakademie.de

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