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01.07.2018

Abschied und Willkommen für herausragende WissenschaftlerInnen

Die Junge Akademie begrüßt den neuen Jahrgang im Rahmen der Festveranstaltung | Neues Präsidium beginnt einjährige Amtszeit

Für zehn herausragende NachwuchswissenschaftlerInnen beginnt am 1. Juli ihre fünfjährige Mitgliedschaft in der Jungen Akademie. Im Rahmen der Festveranstaltung am 30. Juni bereiteten ihnen die aktuellen Mitglieder ein feierliches Willkommen. Außerdem wurden zehn Mitglieder in den Stand der Alumnae und Alumni verabschiedet. Zu den neu gewählten Mitgliedern zählen in diesem Jahr PhysikerInnen und RechtswissenschaftlerInnen, aber auch die Fächer Medizin, Literatur- und Politikwissenschaft sind vertreten. Das Thema der Festveranstaltung lautete in diesem Jahr „Geistesblitze“, was sich im schlaglichtartigen und kurzweiligen Programm zeigte. Die ausscheidenden Mitglieder blickten in kurzen Audio-Beiträgen auf ihre Zeit in der Jungen Akademie zurück, während die neuen Mitglieder sich und ihren wissenschaftlichen Hintergrund in unterschiedlichsten Formaten präsentierten. Die Zeitvorgabe von zwei Minuten führte im Sinne des Themas „Geistesblitze“ zu assoziativen, kreativen und blitzhaften Beiträgen, die das individuelle Erkennen, Verstehen oder Auf-einmal-Anders-Sehen jedes neuen Mitglieds nachvollziehbar machten. Kurze musikalische Erzählungen der Künstlerin Masha Qrella wechselten sich ab mit Rückblicken auf Vergangenes und der Vorschau auf kommende Projekte und Ideen der Jungen Akademie.

In den kommenden fünf Jahren können sich die neuen Mitglieder in der Zusammenarbeit mit den übrigen 40 in Arbeitsgruppen zu Themen wie „Visualisierung“, „Wissenschaftspolitik“ oder „Kunst als Forschung“ organisieren und Projekte unterschiedlichster Ausprägung interdisziplinär bearbeiten. Ziel der Jungen Akademie ist es, den jungen WissenschaftlerInnen die Möglichkeit zu geben, sich neben ihrer eigentlichen Forschung an der Schnittstelle von Wissenschaft und Gesellschaft kreativ zu betätigen. Voraussetzung für die Mitgliedschaft ist eine herausragende Promotion, die zum Zeitpunkt der Wahl nicht länger als drei bis sieben Jahre zurückliegen sollte, sowie mindestens eine weitere herausragende Arbeit. Hervorragende KünstlerInnen können ebenfalls Mitglied in der Jungen Akademie werden. Dieses Jahr erfolgte die Zuwahl durch die Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften (BBAW) und die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina. 2019 wird die Zuwahl durch die Junge Akademie erfolgen.

Die zehn neuen Mitglieder

  • Martin-Immanuel Bittner | Medizin |University of Oxford, Trinity College
  • Valerie Domcke | Phsyik | Deutsches Elektronen Synchrotron, DESY Theory Group
  • Astrid Eichhorn | Physik | Universität Heidelberg, Institut für Theoretische Physik
  • Jan Haaker | Pharmazie/Neurowissenschaften | Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, Institut für Systemische Neurowissenschaften
  • Lukas Haffert | Politikwissenschaft | Universität Zürich, Institut für Politikwissenschaft
  • Fruzsina Molnár-Gábor | Rechtswissenschaft | Heidelberger Akademie der Wissenschaften, BioQuant-Zentrum
  • Timo Rademacher | Rechtswissenschaft | Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, Institut für Medien- und Informationsrecht
  • Michael Saliba | Physik/Optoelektronik | Adolphe Merkle Institut
  • Erik Schilling | Literaturwissenschaft | Ludwig-Maximilians-Universität München, Institut für Deutsche Philologie
  • Isabelle Staude| Physik | Friedrich-Schiller-Universität Jena, Institut für Angewandte Physik

Neues Präsidium tritt Amt an
Am 1. Juli tritt das neue Präsidium der Jungen Akademie seine einjährige Amtszeit an. Das Präsidium ist unter anderem für die strategische Ausrichtung innerhalb der Jungen Akademie verantwortlich. Außerdem entwirft es den jährlichen Haushaltsplan und unterstützt und berät die Sprecherin oder den Sprecher bei der Repräsentation der Jungen Akademie. Gewählt wurden der Psychologe und Neurowissenschaftler Philipp Kanske (Technische Universität Dresden), der Althistoriker Christoph Lundgreen (Technische Universität Dresden), die Philosophin Kristina Musholt (Universität Leipzig), der Mathematiker Jonas Peters (University of Copenhagen) und die Atmosphärenphysikerin Bernadett Weinzierl (Universität Wien). Zum Sprecher der Jungen Akademie wurde Christoph Lundgreen gewählt. „Das Prinzip der jährlichen Zuwahl von zehn neuen und dem gleichzeitigen Abschied von zehn alten Mitgliedern folgt ein bisschen der bekannten Maxime aus Tomasi di Lampedusas Il Gattopardo: Se vogliamo che tutto rimanga come è, bisogna che tutto cambi“, so der neue Sprecher Christoph Lundgreen zur Dynamik innerhalb der Jungen Akademie. „Wenn wir wollen, dass alles so bleibt, wie es ist, muss sich alles ändern.“

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Die Junge Akademie wurde im Jahr 2000 als weltweit erste Akademie für herausragende junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ins Leben gerufen. Ihre Mitglieder stammen aus allen wissenschaftlichen Disziplinen sowie aus dem künstlerischen Bereich – sie loten Potenzial und Grenzen interdisziplinärer Arbeit in immer neuen Projekten aus, wollen Wissenschaft und Gesellschaft ins Gespräch miteinander und neue Impulse in die wissenschaftspolitische Diskussion bringen. Die Junge Akademie wird gemeinsam von der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften (BBAW) und der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina getragen. Sitz der Geschäftsstelle ist Berlin.


Kontakt 
Die Junge Akademie
Anne Rohloff
Tel.: 030-203 70-563
presse@diejungeakademie.de

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