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28.03.2019

Zu Gast bei der Leopoldina

Für das diesjährige Frühjahrsplenum vom 14. bis zum 16. März reisten die Mitglieder der Jungen Akademie nach Halle (Saale) – an den Sitz einer ihrer beiden Trägerakademien, der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina.

Foto: Die Junge Akademie

Im Rahmen der dreimal jährlich stattfindenden Plenarsitzungen arbeiten die Mitglieder an aktuellen Projekten, entwickeln neue Vorhaben und stimmen über die Verwendung des Budgets ab. Ein Überblick über die Geschichte der Akademie durch die Generalsekretärin Jutta Schnitzer-Ungefug eröffnete das dreitägige Plenum. Präsident Jörg Hacker gab am Samstag Einblick in die Aufgaben der Leopoldina im Bereich der Politikberatung, die seit über zehn Jahren zum Tätigkeitsfeld der Akademie und ihrer Mitglieder gehört. 2008 wurde die Leopoldina zur Nationalen Akademie der Wissenschaften Deutschlands ernannt, seitdem bringen die Mitglieder ihre Expertise zu grundlegenden Entwicklungen und Fragen unserer Zeit ein. Themen wie Klimawandel, Energieversorgung oder Gesundheit sind Gegenstand zahlreicher Stellungnahmen und Diskussionspapiere.

Am ersten Plenumstag diskutierten die Mitglieder zahlreiche Projektideen und bereiteten damit die Grundlage für die weitere Ausarbeitung. Unter anderem werden ein Kreativwettbewerb zu Promotionsritualen, ein Audio-Archiv zum Thema Traumabearbeitung bei Kindern und eine Vortragsreihe mit dem Titel „Klima Lectures“ in den nächsten Monaten realisiert.

Die Junge Akademie begrüßte am zweiten Plenumstag den DFG-Präsidenten Peter Strohschneider als Gast. Er nahm an der Plenumsdiskussion zum Thema „Anreize im Wissenschaftssystem“ teil. Insbesondere für die Mitglieder des gleichnamigen Projekts ergaben sich fruchtbare Anknüpfungspunkte für die weitere Arbeit.

Am dritten Tag stand eine weitere Plenumsdiskussion auf der Tagesordnung, dieses Mal zum Thema Open Access. Kurze Impulsbeiträge einzelner Mitglieder über die Entwicklungen im Bereich dieser neuen Publikationsformen seit 2001 eröffneten die Diskussion. Eine zentrale Frage war für viele Mitglieder, wie sich Wissenschaftler*innen und Universitäten unabhängiger von Verlagen machen können. Intensiv diskutiert wurde die Möglichkeit, die einige Verlage zulassen, Pre- oder Postprintversionen von Artikeln zu veröffentlichen. Dabei wurden einmal mehr die großen Unterschiede zwischen den Geistes- und Naturwissenschaften mit Blick auf Publikationsformen und -bedingungen, Kosten der Journals und Angebote im Bereich Open Access deutlich.

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