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08.01.2019

Pressemitteilung | Drei Ebenen der Vermessenheit

Salon Sophie Charlotte: Mitglieder der Jungen Akademie widmen sich dem Thema „Maß und messen“

Beim diesjährigen Salon Sophie Charlotte der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften am 19. Januar 2019 gestalten die zehn neuen Mitglieder der Jungen Akademie zum Thema „Maß und messen“ den Raum 230. Außerdem nehmen die Mitglieder Alkomiet Hasan und Christoph Lundgreen (auch Sprecher der Jungen Akademie) an einer Diskussionsrunde zum Thema „Vermessung der Wissenschaft“ teil.

ver|mes|sen
Das Messen ist heutzutage in allen Wissenschaften allgegenwärtig. Aber wo gemessen wird, besteht immer auch die Gefahr, sich zu vermessen. Ausgehend von dieser Tatsache befassen sich die zehn neuen Mitglieder der Jungen Akademie mit drei unterschiedlichen Themenkomplexen, die sich aus dem Wort „vermessen“ ergeben. Im ersten Teil steht „vermessen“ im Sinne von „anmaßend“ im Mittelpunkt. In einer Podiumsdiskussion nähern sich Waltraud Schelkle (Politikökonomin, London School of Economics) und Stefan Selke (Soziologe, Hochschule Furtwangen) der Frage, ob, und wenn ja, wie viel Vermessenheit eigentlich zur Wissenschaft gehört. Im zweiten Teil des Programms wird „vermessen“ im Sinne von „fehlerhaft messen“ thematisiert. Dafür treten Mitglieder der Jungen Akademie in einem Science Slam mit kurzen Vorträgen über eigene Erfahrungen des Vermessens und Falschmessens oder auch über bekannte und weniger bekannte wissenschaftliche Messfehler gegeneinander an. In einer zweiten Podiumsdiskussion behandeln die Gäste schließlich das Wort „vermessen“ im Sinne von „messen“ oder „ausmessen“. Gemeinsam mit Steffen Mau (Soziologe, Humboldt-Universität zu Berlin) und Peter Kirsch (Neurowissenschaftler, Universität Heidelberg) diskutieren die Mitglieder die kritische Dimension des Messens und Vermessens. Außerdem wollen die Mitglieder der Jungen Akademie auch die Gäste des Salons näher kennenlernen ‒ indem sie diese „vermessen“. Den ganzen Abend wird den Gästen die Möglichkeit gegeben, Fragen zu beantworten, die im letzten Teil des Abends mit ihnen gemeinsam ausgewertet werden.

Teilnehmende Wissenschaftler*innen und Mitglieder der Akademie
Martin-Immanuel Bittner
| Medizin |University of Oxford, Trinity College
Valerie Domcke | Phsyik | Deutsches Elektronen Synchrotron, DESY Theory Group
Astrid Eichhorn | Physik | Universität Heidelberg, Institut für Theoretische Physik
Jan Haaker | Pharmazie/Neurowissenschaften | Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, Institut für Systemische Neurowissenschaften
Lukas Haffert
| Politikwissenschaft | Universität Zürich, Institut für Politikwissenschaft
Fruzsina Molnár-Gábor | Rechtswissenschaft | Heidelberger Akademie der Wissenschaften, BioQuant-Zentrum
Timo Rademacher | Rechtswissenschaft | Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, Institut für Medien- und Informationsrecht
Michael Saliba | Physik/Optoelektronik | Adolphe Merkle Institut
Erik Schilling
| Literaturwissenschaft | Ludwig-Maximilians-Universität München, Institut für Deutsche Philologie
Isabelle Staude| Physik | Friedrich-Schiller-Universität Jena, Institut für Angewandte Physik

Vermessung der Wissenschaft
Außerdem nehmen der Sprecher der Jungen Akademie und Althistoriker Christoph Lundgreen und der Psychiater Alkomiet Hasan, seit 2016 Mitglieder der Jungen Akademie, auf Einladung von Historikerin und Ratsmitglied der Jungen Akademie Barbara Stollberg-Rilinger an einem Gespräch zum Thema „Vermessung der Wissenschaft“ teil. Weitere Podiumsgäste sind der Soziologe Peter Weingart (auch Mitglied der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften)*, der Wissenschaftsforscher Stefan Hornbostel sowie die Mitglieder der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften Martin Korte (Neurobiologe, Technische Universität Braunschweig) und Joachim Sauer (Chemiker, Humboldt-Universität zu Berlin). Das Gespräch findet um 21 Uhr im Einstein-Saal statt und wird von der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften selbst organisiert.

Das Akademiegebäude am Gendarmenmarkt öffnet seine Türen
Der Salon Sophie Charlotte der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften wird einmal im Jahr unter einem jeweils anderen thematischen Schwerpunkt ausgerichtet. Zu diesem Anlass wird das Akademiegebäude am Gendarmenmarkt auf allen Etagen mit Gesprächsrunden, Vorträgen und künstlerischen Beiträgen von Akademiemitgliedern, Mitarbeitern der Akademie und prominenten Gästen bespielt. In diesem Jahr lautet das Thema „Maß und messen“. Die Junge Akademie lädt seit mehreren Jahren als Gastgeberin zu Diskussionen und Performances an der Schnittstelle von Wissenschaft, Kunst und Gesellschaft ein.

Was: Salon Sophie Charlotte der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften

Wann: Samstag, 19.01.2019, ab 18:00 Uhr (Programm der Jungen Akademie ab 19:00 Uhr)

Wo: Akademiegebäude am Gendarmenmarkt | Markgrafenstr. 38 | 10117 Berlin | 2. OG Raum 230 und 5. OG Einstein-Saal

Alle Informationen sind auch auf unserer Webseite zu finden. Der Eintritt ist frei.

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Die Junge Akademie wurde im Jahr 2000 als weltweit erste Akademie für herausragende junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ins Leben gerufen. Ihre Mitglieder stammen aus allen wissenschaftlichen Disziplinen sowie aus dem künstlerischen Bereich – sie loten Potenzial und Grenzen interdisziplinärer Arbeit in immer neuen Projekten aus, wollen Wissenschaft und Gesellschaft ins Gespräch miteinander und neue Impulse in die wissenschaftspolitische Diskussion bringen. Die Junge Akademie wird gemeinsam von der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften (BBAW) und der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina getragen. Sitz der Geschäftsstelle ist Berlin.

Kontakt 
Die Junge Akademie
Anne Rohloff
Tel.: 030-203 70-563
presse@diejungeakademie.de

Pressemitteilung zum Download


Einladungsflyer

 

* Der kursiv gesetzte Text wurde nachträglich am 09.01.2019 ergänzt.

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