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11.07.2016

Presse-Einladung

zur Begleitung des Castings für die Veranstaltung "The Casting: Wer war Bertha Pappenheim?"

Für die Veranstaltung „The Casting: Wer war Bertha Pappenheim?“, die am 30. September 2016 im Rahmen des Pop-Up-Museums auf dem Museumsschiff des Jüdischen Museums Frankfurt stattfindet, werden noch bis Mitte August Mitwirkende (w/m) gesucht.

Die Berliner Theaterregisseurin Agathe Chion und die Bremer Künstlerin Elianna Renner machen sich am 13. und 14. Juli 2016 auf den Weg nach Frankfurt/M., um dort nach einem Privatier, einer Grand-Dame, Erzieher*in, Sozialaktivist*in, Psychiater*in, Psycholog*in, einem Bertha-Pappenheim-Double, einer Migrant*in, Sozialhilfeempfänger*in, Tänzer*in, Aktivist*in, Puppenspieler*in, Moderator*in, Prostituierten, Sänger*in oder Politiker*in zu suchen, der oder die für die Kunstaktion „The Casting: Wer war Bertha Pappenheim?“ in die Rolle der Bertha Pappenheim schlüpfen möchte.

Agathe Chion und Elianna Renner freuen sich, Pressevertreter*innen am 13. und 14. Juli 2016 in Frankfurt/M. zu ihrer außergewöhnlichen Talentsuche für die Bertha Pappenheim Castingshow in Frankfurt zu begrüßen! Zur Terminvereinbarung wenden Sie sich bitte bis zum 13.7., 10:00 Uhr, an Elianna Renner.

Wer diese Woche nicht in Frankfurt/M. ist, kann sein Glück trotzdem versuchen: Bewerbungen für das Casting sind bis zum 17. August per Video möglich. Am 30. September 2016 bringt das Life Casting all diese Protagonisten auf die Bühne und stellt so die verschiedenen Persönlichkeiten und Wirkungsbereiche der Frankfurter Jüdin Pappenheim (1859–1936) in mehreren Akten vor.

„The Casting“ ist eine Veranstaltung des Projekts Tracking the Traffic: Bertha Pappenheim App. Das Projekt an der Schnittstelle von Wissenschaft, Kunst und Gesellschaft ist ein Projekt der Jungen Akademie unter der Leitung von Rebekka Voß, Professorin für Jüdische Geschichte am Seminar für Judaistik der Goethe-Universität Frankfurt, und Elianna Renner, Fellow an der Hochschule für Künste Bremen. Es ist als Teilprojekt in das Großprojekt Tracking the Traffic zum jüdischen Frauenhandel als Teil Migrationsgeschichte des 19. und 20. Jhd. eingebunden und wird durchgeführt in Kooperation mit dem Frauenreferat der Stadt Frankfurt, der Bertha Pappenheim Seminar- und Gedenkstätte, Neu-Isenburg, und dem Cornelia Goethe Centrum für Frauenstudien an der Goethe-Universität.

Die Frankfurter jüdische Frauenrechtlerin und Sozialaktivistin Bertha Pappenheim steht im Mittelpunkt des Projekts am Standort Frankfurt. Diese außergewöhnliche Frau kam 1888 als 29-jährige gemeinsam mit ihrer Mutter nach Frankfurt, die aus der hessischen Stadt mit ihrer bedeutenden jüdischen Gemeinde stammte. Bertha Pappenheim war eine vielseitige Persönlichkeit. Sie schrieb Geschichten für Kinder, Gedichte und Theaterstücke, übersetzte feministische Schriften sowie Werke aus dem Jiddischen ins Deutsche. 1904 gründete sie in Frankfurt den Jüdischen Frauenbund. Zu den Maßnahmen des Frauenbundes gehörte die Errichtung eines Mädchenwohnheims im nahegelegenen Neu-Isenburg. Das Haus war Bertha Pappenheims Lebenswerk und wurde von ihr bis zu ihrem Tod 1936 geleitet. Heute befindet sich dort die Seminar- und Gedenkstätte Bertha-Pappenheim-Haus.

Ziel des Projekts ist es, die wissenschaftliche Forschung zu Bertha Pappenheim, dem Kampf der Frankfurter Bürger gegen den Frauenhandel und zum blühenden jüdischen Leben in der Mainmetropole um 1900 unter Verwendung verschiedener künstlerischer Medien in der Gesellschaft sichtbar zu machen. Zu diesem Zweck soll eine App erarbeitet werden, die einen virtuellen Rundgang durch Pappenheims Frankfurt bietet. Im Entstehungsprozess der App wird die Stadt als öffentlicher Raum bespielt: An einzelnen Stationen des Rundgangs finden Kunstaktionen statt, die anschließend auf der App dokumentiert werden – so auch die „The Casting“ am 30. September 2016. Damit visualisiert die App Geschichte künstlerisch und macht sie durch ein Medium im urbanen Raum greifbar, das für eine breite Gruppe von Nutzern ohne Vorkenntnisse zugänglich ist.

Alle Informationen zum Projekt:
http://www.diejungeakademie.de/aktivitaeten/interdisziplinaere-zusammenarbeit/ag-visualisierung/
https://trackingthetraffic.org/

 

Die Junge Akademie wurde im Jahr 2000 als weltweit erste Akademie für herausragende junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ins Leben gerufen. Ihre Mitglieder stammen aus allen wissenschaftlichen Disziplinen sowie aus dem künstlerischen Bereich – sie loten Potenzial und Grenzen interdisziplinärer Arbeit in immer neuen Projekten aus, wollen Wissenschaft und Gesellschaft ins Gespräch miteinander und neue Impulse in die wissenschaftspolitische Diskussion bringen.

Die Junge Akademie wird gemeinsam von der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften (BBAW) und der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina getragen. Sitz der Geschäftsstelle ist Berlin.

Kontakt:
Die Junge Akademie
Anja Spiller
presse@diejungeakademie.de

Tel.: (030) 203 70-453

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