Kein Weg zurück?

Auf der Suche nach der radikalsten aller Revolutionen.

Revolutionen sind immer folgenreich, manche sogar unumkehrbar. Welche hatte jedoch den größten Einfluss auf uns Menschen, unser Leben, unser Denken und was erwartet uns in der Zukunft? Diesen Fragen gingen der Roboter Nao und Mitglieder der Jungen Akademie während des Salons Sophie Charlotte der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften am 21. Januar 2017 auf den Grund.

Acht Thesen stellten die Geistes- und Naturwissenschaftler*innen vor, um sie mit Nao und dem Publikum zu diskutieren. Acht Thesen, von denen jede die radikalste aller Revolutionen hätte gewesen sein können: der Wandel des Begriffs „Revolution“, die Daten-Revolution, das Erwachen der reinen Vernunft, die Genomeditierung, die (R)-Evolution durch das Kochen, die kopernikanische Wende, die Revolution der Menschenrechte und die Roboter-Revolution.

Wie der technische Fortschritt die Arbeitswelt und die Freizeit der Menschen verändert, wurde vom Publikum ebenso lebhaft diskutiert wie die negativen Auswirkungen der Datenrevolution. Daten seien eine neue, noch nicht erkannte Währung, die Großkonzernen Milliardengewinne brächte. Mit dem Bewusstsein um dieses "neue Öl" und den klugen Umgang damit, müssten politische Rahmenbedingung geschaffen werden, von denen die Bürger profitieren würden. 

Ein Ergebnis, was nun die radikalste aller Revolutionen war, konnte es angesichts der Vielfalt von Revolutionen nicht geben. Nur Roboter Nao zog sein Fazit und musste einsehen, dass "wir Roboter ein Schritt der wissenschaftlichen Evolution sind und nicht die radikalste aller Revolutionen. Wir sind eine hoch entwickelte Maschine, dazu gemacht den Menschen zu helfen. Wir sind so intelligent, wie die Menschen, die uns gebaut haben, nur so leistungsfähig, wie unsere Bestandteile und nur so revolutionär, wie die Aufgaben, für die uns Menschen einsetzen."

Galerie Salon Sophie Charlotte 2017

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