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EGB - Emotionales Gesetzbuch. Dekalog der Gefühle

Haben Gefühle Gesetze? Haben Gesetze Gefühle? Das Emotionale Gesetzbuch mit seiner überraschenden Relationierung von Norm und Gefühl will stilbildend wirken. Keine transdisziplinären Rundschauen oder gegenseitigen Belehrungen, kein interdisziplinäres Nebeneinander, das meist als ein Aneinander-Vorbeireden verwaltet wird. Das Emotionale Gesetzbuch kehrt die Blickrichtung um. Das Augenmerk richtet sich nicht in die Einzeldisziplinen hinein, sondern wird aus diesen heraus auf einen gemeinsamen Gegenstand geworfen.

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Das Emotionale Gesetzbuch formuliert zunächst einen Dekalog der Gefühle: Aggression, Angst, Ärger, Ekel, Ich, Lust, Peinlichkeit, Rache, Schmerz und Schuld. Diese Gefühle werden in normative Sätze gefasst: Mensch ärgere dich nicht! Hasse deine Feinde! Oder auch: Quäl dich, du Sau! Die einzelnen „Gebote“ werden von den Autoren verschiedener Fachgebiete aus medizinischer, psychologischer, literaturwissenschaftlicher, philosophischer oder rechtswissenschaftlicher Sicht kommentiert – sei es affirmativ, kritisch oder informativ. Dabei entsteht ein überaus interessanter und umfassender Blick auf Gefühlswelten.

Das Emotionale Gesetzbuch ist der Abschlussband der AG „Normen und Gefühle“ bei den von AG Repräsentation veranstalteten interdisziplinären Sommerschulen. Es erschien, herausgegeben von Rainer Maria Kiesow und Martin Korte, im Jahr 2005 im Böhlau Verlag, Köln/Weimar.

Zum EGB. Emotionales Gesetzbuch

Mediale Emotionen

Von Matthias Grünewalds Isenheimer Altar über Leni Riefenstahls Propagandafilm Triumph des Willens bis zum viel diskutierten Computerspiel America’s Army: Zur Darstellung und Steuerung von Emotionen in verschiedenen Medien aus den Perspektiven von Kunstgeschichte, Psychologie, Neurowissenschaft, Literaturwissenschaft und Philosophie.

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„Mediale Emotionen. Zur Lenkung von Gefühlen durch Bild und Sound“ ist Abschlussband der Arbeitsgruppe „Manifestation von Gefühlen“ bei den von AG Repräsentation veranstalteten interdisziplinären Sommerschulen.

Es erschien, herausgegeben von Oliver Grau und Andreas Keil, im Jahr 2005 im Fischer Taschenbuch Verlag, Frankfurt am Main.

Zum Sammelband Mediale Emotionen

Gesichter der Wissenschaft

Im Rahmen der Untersuchungen zur „Repräsentation von Wissenschaften“ schuf Elmar Lixenfeld (Frankfurt am Main) im Auftrag der AG Repräsentation 19 plastische Porträts von prototypischen Wissenschaftlern. Die Plastiken, fotografiert von Uwe Dettmer, wurden in dem Band „Gesichter der Wissenschaft. Eine Studie über gesellschaftliche Klischees von Wissenschaft“ veröffentlicht.

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Das Buch wurde herausgegeben von Eva-Maria Engelen und Rainer Maria Kiesow und im Frühjahr 2005 im Berliner Wissenschafts-Verlag veröffentlicht. Eine Auswahl von Fotografien der Plastiken von Elmar Lixenfeld erschien auch in Heft 14 der Zeitschrift Gegenworte.

Außer den Abbildungen versammelt der Band „Gesichter der Wissenschaft“ Beiträge von verschiedenen Mitgliedern der Jungen Akademie: „Selbstauskünfte“ aus den jeweiligen Disziplinen der Beiträger. Ausgangspunkt war die Frage: „In welcher Weise inszeniert man sich im jeweiligen Fach als ein würdiger Vertreter?

Schließlich enthält der Band auch die Ergebnisse der Studie „Bild der Wissenschaftler in der Öffentlichkeit“, durchgeführt unter Leitung von Alexandra M. Freund und unter dem Titel „Scientists are Crazy Men“ präsentiert.

Zum Sammelband Gesichter der Wissenschaft

Inszeniertes Wissen

Demonstrationsvorlesungen, spektakuläre Ausstellungen und neu eingerichtete „Wunderkammern“ - vor dem Hintergrund der Internet-Revolution vollzieht sich eine Renaissance von älteren Formen der Wissensvermittlung. „Inszeniertes Wissen. Formen und Medien der Repräsentation“ vereint die Vorträge der gleichnamigen Tagung in Jena sowie weitere Aufsätze. Der Sammelband wurde von Rainer Maria Kiesow und Henning Schmidgen herausgegeben  und erschien im Jahr 2006 als Beiheft 3 der Zeitschrift Paragrana.

Inhaltsverzeichnis

Zum Sammelband Inszeniertes Wissen

„Scientists are Crazy Men

Mit einer empirischen Studie zum „Bild der Wissenschaftler in der Öffentlichkeit“ untersuchte Alexandra M. Freund, wie Personen unterschiedlichen Alters und Bildungshintergrundes Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler unterschiedlicher Disziplinen wahrnehmen. 

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Auf der Basis eines Fragebogens, der von den Mitgliedern der AG Repräsentation gemeinsam erarbeitet wurde, wurden hierzu Daten mit einer kleineren Stichprobe von 100 Personen erhoben.

Die Ergebnisse der Untersuchung wurden unter dem Titel „Scientists Are Crazy Men in White Lab Coats“ von Alexandra M. Freund im Rahmen des Workshops „Science and Society: Science Goes Pop?“ (im Juni 2002 in Halle) und auf dem 43. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Psychologie (DGPs) im September 2002 in Berlin präsentiert. Zudem erschienen sie in dem Band „Academia 350. Die Leopoldina-Feiern in Schweinfurt und Halle 2002“, Nova Acta Leopoldina Bd. 87, 2003, Halle 2003, 235-237.


Poster zum 43. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Psychologie

Abstract der Posterpräsentation

Aufsätze

Repräsentation im (ökologischen) Experiment

Aus den AG-internen Vorträgen zu den verschiedenen Konzepten von „Repräsentation“ in den jeweils eigenen Disziplinen der AG-Mitglieder ging ein Aufsatzprojekt hervor, an dem Nina Buchmann (Ökologie), Eva-Maria Engelen (Philosophie) und Henning Schmidgen (Wissenschaftsgeschichte) beteiligt waren. Der Aufsatz befasst sich mit der Frage der Repräsentation und Objektauswahl im Experiment.

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Untersucht wird die Bedeutung der Auswahl eines repräsentativen Objekts in der lokal vorgenommenen ökologischen Forschung, deren Ergebnisse für globale Aussagen herangezogen werden. Der Aufsatz mit dem Titel „Vom globalen Denken und lokalen Messen. Praktiken der Repräsentation in der Ökologie“ wurde in den Sammelband „Inszeniertes Wissen“ aufgenommen.


Bewusstsein und Gefühl (Rezension zu Antonio R. Damasio)


Das Vorhaben, einen gemeinsamen Aufsatz zu verfassen, scheint keine repräsentative Vorgehensweise für wissenschaftliches Arbeiten zu sein. Zumal, wenn die Beteiligten aus drei verschiedenen, noch nicht einmal benachbarten Disziplinen stammen. In die Richtung einer solchen „unrepräsentativen“ Arbeitsweise zielte auch ein Aufsatzprojekt von Eva-Maria Engelen (Philosophie) und Martin Korte (Neurobiologie).

Der thematische Schwerpunkt lag hierbei auf „Bewusstsein und Gefühl“: Es ging um die Auseinandersetzung mit der Studie „Ich fühle, also bin ich“ von Antonio R. Damasio in zwei gemeinsam geschriebenen Aufsätzen. Jeder der Beiträge erhielt dabei ein besonderes Gewicht aus einer der zwei beteiligten Disziplinen:

Eva-Maria Engelen und Martin Korte, „Bewußtsein als Gefühl gesehen. Antonio R. Damasios Entschlüsselungsversuch“, in: Merkur. Deutsche Zeitschrift für Europäisches Denken (2002), S. 57-60.

Martin Korte und Eva-Maria Engelen, „Gefühl, Bewußtsein und Gehirn oder Von Gefühlen in Gehirnen“, in: Naturwissenschaftliche Rundschau 55, Heft 6 (2002), S. 302-307.

 
 
 
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