Relativität

Veranstaltungen


Internationale Sommerakademie 2006 und Arbeitstagung 2008:
„per.SPICE! Wahrheit und Relativität des Ästhetischen


Im Rahmen des Theaterfestivals „6. Internationale Sommerakademie“ diskutierten Künstler, Dramaturgen, Kunsttheoretiker und Philosophen mit Psychologen, Physikern und Neurowissenschaftlern im September 2006 in Frankfurt am Main öffentlich über die veränderte Rolle des Ästhetischen in der Gesellschaft, über das sich wandelnde künstlerische Selbstverständnis und deren Auswirkungen auf die Theorie. Ergänzt wurde das Programm durch die Präsentation künstlerischer Projekte. Gegründet vom Künstlerhaus Mousonturm und dem Institut für Theater-, Film- und Medienwissenschaft der Universität Frankfurt, fand die „Internationale Sommerakademie“ erstmalig 1997 statt. Sie versteht sich als Kommunikationsforum zwischen Theaterpraxis und theoretischer Reflexion für gegenwärtige Theaterarbeit.

2008 schloss die Arbeitsgruppe eine zweite, interne Arbeitstagung an. Die nachfolgende Publikation „per.SPICE! Wahrheit und Relativität des Ästhetischen“ erschien im Herbst 2009 im Verlag „Theater der Zeit“.

Programm der Sommerschule

Interdisziplinäre Tagung 2006: „Moralischer Relativismus“

Die Tagung „Moralischer Relativismus“ fand im September 2006 in der Katholischen Akademie in München statt. Welchen Status haben moralische Werte und Normen anderer Kulturen im Verhältnis zu den eigenen Maßstäben? Welchen Status hat die Moral überhaupt? Gibt es so etwas wie moralische Objektivität oder ist von einer grundlegenden Relativität der Werte und Normen auszugehen? Und welche praktischen Folgen ergeben sich aus der Beantwortung dieser Frage?

Inwiefern zudem das Verhältnis zwischen empirischen und philosophischen Überlegungen zur moralischen Relativität geklärt werden kann, diskutierten die Tagungsteilnehmer aus unterschiedlichen Fachdisziplinen in drei Tagungssektionen:

Deskriptiver moralischer Relativismus: Welche Verschiedenheiten und welche Gemeinsamkeiten beobachtet man in Bezug auf die Normen, die verschiedene Personen, soziale Gruppen oder Kulturen akzeptieren? Kann man die Unterschiede als das Ergebnis der Anwendung ähnlicher Werte auf grundlegend verschiedene Lebensumstände deuten oder eher als Anwendung grundsätzlich verschiedener Werte auf ähnliche Lebensumstände?

Metaethischer moralischer Relativismus: Wie ist die Position des Relativismus auf metaethischer Ebene genau zu formulieren? Was spricht für, was gegen diese Position?

Normativer moralischer Relativismus: Kann ein normativer moralischer Relativismus formuliert und begründet werden und ergeben sich aus dieser Position wären die gesellschaftlichen Folgen?

Die Ergebnisse der Tagung sind in dem Band „Moralischer Relativismus“ im mentis Verlag erschienen.

 
 
 
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