Abwehr. Modelle – Strategien – Medien

Weitere Veranstaltungen

Neben den internationalen Tagungen organisierte die Arbeitsgruppe einen öffentlichen Abendvortrag über das Thema „Netzwerke – Netzkriege – Narrative“ sowie eine Podiumsdiskussion mit dem Titel „Terror im Namen Gottes? Islamische Gewalt und der Blick der Nachrichtendienste“.

Vortrag „Netzwerke – Netzkriege – Narrative

Redner des öffentlichen Abendvortrags im Juni 2006 in Berlin war Samuel Weber von der Northwestern University, Chicago. Es moderierten Eva Horn und Claus Pias.

Samuel Weber, Ph.D., ist Avalon Professor of Humanities an der Northwestern University und einer der führenden amerikanischen Denker im Bereich der Literaturtheorie, Philosophie und Psychoanalyse. Weber war Professor für English and Comparative Literature an der University of California, Los Angeles, und Direktor des dortigen Paris Program in Critical Theory. Er war Schüler von Paul de Man und arbeitete als Regisseur in Deutschen Opernhäusern und Theatern (Frankfurt, Stuttgart, Düsseldorf). Weber übersetzte Adorno und Derrida; sein bahnbrechendes Werk „Rückkehr zu Freud: Jacques Lacans Ent-Stellung der Psychoanalyse“ verfasste er in deutscher Sprache. Er war Gastprofessor an verschiedenen französischen und deutschen Universitäten und lehrte am Collège International de Philosophie in Paris.

Einladung zum Vortrag

Podium: Islamische Gewalt und der Blick der Nachrichtendienste

Unter dem Titel „Terror im Namen Gottes? Islamische Gewalt und der Blick der Nachrichtendienste“ referierten und diskutierten im Dezember 2005 Prof. Dr. Hans Kippenberg und Prof. Dr. Werner Schiffauer mit Botschafter a. D. Dr. Hans-Georg Wieck (früherer Präsident des Bundesnachrichtendienstes), Vertretern des Bundesnachrichtendienstes und des Bundesamts für Verfassungsschutz.

Moderiert wurde die Veranstaltung, die in der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik in Berlin stattfand, von AG-Sprecherin Prof. Dr. Eva Horn.  Nach zwei Vorträgen nahmen in einer Podiumsdiskussion Vertreter der bundesdeutschen Nachrichtendienste zu den Positionen und Vorschlägen der Wissenschaftler Stellung.

Die Einladung umriss das Thema folgendermaßen:

In der Öffentlichkeit aller westlichen Staaten – und auch bei ihren Nachrichtendiensten – herrscht große Unsicherheit über das Gewaltpotential des Islam. Wie gewalttätig sind Islam und Islamismus dessen ungeachtet wirklich? Während die einen den Islam zu einer Religion des Friedens und der Toleranz erklären, sehen besonders die staatlichen Organe der Terror-Abwehr in ihm eine Religion des Krieges, in muslimischen Gläubigen ein Potential terroristischer Gewalt. Der Blick der Sicherheitsinstitutionen auf islamistische Organisationen tendiert häufig dazu, seinen Gegenstand auf einfache Kategorien wie „verfassungskonform“, „verfassungswidrig“ oder auf die Organisationsstrukturen („Terror-Netzwerke“) zu reduzieren.

Die vollständige Einladung zum Podium

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