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AG Heureka - Evidenzkriterien in den Wissenschaften
Ansprechpartner/in: Matthias Klatt
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Was wird in verschiedenen Disziplinen als ausreichend angesehen, um eine Hypothese zu belegen? In manchen Disziplinen gilt die statistische 5%-Grenze im Signifikanztest als Standard, in anderen wird dies als völlig unzureichend empfunden. Muss man ein Phänomen 1mal, 100mal, 1000mal beobachtet haben, um es zu glauben? Oder reicht eine plausible Argumentationskette? Legen Philosophen, Mathematiker, Soziologen, Biologen unterschiedliche Messlatten an? Und kann man in Disziplinen, in denen nicht gemessen wird, überhaupt von „Mess“-Latte sprechen? Ist der Moment, in dem der Wissbegierige „Heureka!“ ruft, identisch mit dem, in dem er seine These beweisen kann? Und was denken die Wissenschaftstheoretiker dazu? Eine Grundsatzfrage ist, wie die Disziplinen miteinander „reden“ sollen, wenn „Evidenz“ fachintern so unterschiedlich definiert ist, dass ein Tatbestand nach den Regeln der einen Kunst als akzeptiert, nach denen der anderen aber als unzulänglich eingestuft wird? Die Arbeitsgruppe Heureka – bestehend aus Philosophen, Mathematikern, Chemikern, Biologen und Geologikern – diskutiert Gemeinsamkeiten und Unterschiede der internen Fachkommunikation und macht die impliziten Evidenzkriterien in den jeweiligen Disziplinen explizit. Sie entwickelt fiktive Anforderungskataloge für Studierende und konzipiert eine Umfrage für die Mitglieder der Jungen Akademie.
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